Die im 17. Jahrhundert erbaute Sidi-Youssef-Dey-Moschee war die erste Moschee im osmanischen Stil in Tunis und wurde vom andalusischen Architekten Ibn Ghalib entworfen. Ihre eklektische Mischung verschiedener Einflüsse spiegelt den kulturellen Austausch dieser Epoche wider. Umgeben von türkischen Souks – El Trouk (ehemals Schneider, heute Bekleidung und Stickereien), El Berka (ehemals Sklavenmarkt, später Schmuckhändler) und El Bechamkia (Pantoffeln und Schuhe) – diente die Moschee den Kaufleuten der Stadt aus der osmanischen Zeit.
Das Minarett, gekrönt von einer markanten pyramidenförmigen Kuppel mit grünen Ziegeln, wurde zum Vorbild für spätere osmanische Bauwerke in Tunis. Seine für die damalige Zeit neuartige achteckige Form unterstrich auf subtile Weise die osmanische Herrschaft. Im Inneren der Moschee befinden sich die Gräber von Youssef Dey, dem Kommandanten der Janitscharen, und seiner Familie.
Sidi Youssef ist nach wie vor eine aktive Moschee, daher sollten Sie Ihren Besuch außerhalb der Gebetszeiten planen, wenn nicht-muslimische Besucher Zutritt erhalten. Ihre beeindruckende Architektur, sowohl innen als auch außen, prägt ein Viertel, das reich an Geschichte ist.
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